Akupunktur

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Akupunktur


Was ist Akupunktur?

Akupunktur kommt von „acus“ = Nadel und „pungere“ = stechen und bedeutet nichts anderes, als die „Therapie mit Nadeln“.
Die Anfänge der Akupunktur liegen einige tausend Jahre zurück in China. Aus den Beobachtungen und Erfahrungen der alten chinesischen Ärzte hat sich im Laufe der Zeit ein medizinwissenschaftliches Modell entwickelt. Die Wirkungsweise der Akupunktur ist inzwischen mit den Methoden der modernen Medizin überprüft, weitergehend erforscht und anerkannt.

Welche Reaktion löst die Akupunktur im Körper aus?

Naturwissenschaftlich gesehen sind für die Wirkung der Akupunktur folgende Mechanismen verantworlich:

  • die Bildung von körpereigenen morphinartigen Substanzen (z. B. Endorphine) und Nervenüberträgersubstanzen (Neurotransmitter). Diese Substanzen sind für die schmerzstillende sowie psychisch entspannende und ausgleichende Wirkung verantwortlich.
  • die Stimulation von Akupunkturpunkten mit Hilfe der Nadel führt zu einer Aktivierung von Schmerzkontrollmechanismen.
  • die Akupunktur besitzt eine Reflexwirkung, d. h. dass krankhafte Veränderungen der inneren Organe zu Erscheinungen an der Körperoberfläche führen (z. B. Muskel- verspannung). Therapeutisch kann dieser Weg umgekehrt genutzt werden, ein aus den Fugen geratenes Gleichgewicht wiederherzustellen.


Vom Standpunkt der westlichen Medizin aus gesehen, arbeitet die Akupunktur ganzheitlich funktionell und wirkt regulierend ausgleichend. Sie leistet Hilfe zur Selbsthilfe und fördert die Selbstheilungskräfte des Körpers. Der Körper wird angeregt, ein aus den Fugen geratenes Gleichgewicht wiederherzustellen.

Die Akupunktur wirkt:

  • schmerzlindernd
  • psychovegetativ entspannend
  • das Abwehrsystem regulierend
  • motorisch aktivieren
Akupunktur

Was behandelt die Akupunktur?

Grundsätzlich behandelt die Akupunktur alles, was gestört ist, jedoch nicht, was zerstört ist.
Was bedeutet das?
Bei dem Beispiel des Gelenkverschleißes (z. B. Arthrose) kann durch Akupunktur nicht der Verlust des Gelenkknorpels aufgehoben werden, wohl aber die dadurch entstehenden Schmerzen.

Bei welchen Krankheiten setzen wir Akupunktur ein?

  • Kopfschmerzen unterschiedlicher Ursache, z. B. Migräne, Spannungs­kopf­schmerz, Trigeminusneuralgien etc.
  • orthopädische Krankheitsbilder, z. B. HWS- und LWS-Syndrom, Schulter-Arm-Syndrom, Lumboi­schialgien (z. B. Hexenschuss), Schmerz bei Hüft- und Kniegelenk­sverschleiß, Tennis-Ellenbogen (Epicondylitis)
  • gynäkologische Erkrankungen: klimakterische Beschwerden (z. B. Hitze­wallungen), Zyklus­störung
  • Allergien, besonders Heuschnupfen
  • Schlafstörungen
  • Suchterkrankungen, z. B. Rauchen
  • zur Unterstützung der Gewichtsreduktion bei Übergewicht

Krebsleiden und schwere psychiatrische Erkrankungen können nicht mit Akupunktur behandelt werden.

Ist die Akupunktur schmerzhaft?

Bei der klassischen Akupunktur ist das Einbringen der Nadel in der Regel schmerzfrei. An bestimmten Punkten spürt man den Einstich durch die oberste Hautschicht leicht. Es kann außerdem ein kurzes elektrisierendes Gefühl entstehen, das so genannte De-Qi-Gefühl, was durchaus gewollt ist.

Wie läuft die Behandlung ab?

In der Regel werden zehn Akupunktursitzungen durchgeführt. Der Behandlungszeitraum erstreckt sich dann bei zwei Akupunkturen pro Woche über fünf Wochen. Unterbrechungen, z. B. durch Urlaub, machen nichts aus, für Sie verlängert sich dadurch lediglich der Behandlungs- zeitraum. Die Behandlungsdauer beträgt 30 Minuten.

Übernahme der Behandlungskosten?

Bei chronischen (dauerhaften) Schmerzen der Lendenwirbelsäule oder der Knie werden die Kosten für 10 bis 15 Behandlungen von der Krankenkasse übernommen.

© 2016 | Gemeinschaftspraxis Dres. Maus

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